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6 einfache Tipps, wie du deinen Wareneinsatz verbessern kannst

05.12.2021 / aktualisiert am 05.02.2026

Mann überlegt für eine Einkaufsliste, im Hintergrund sind Lebensmittel

Der Wareneinsatz ist einer der größten Hebel im Food-Truck-Business.

Und gleichzeitig einer der am meisten unterschätzten.

Denn: Jeder Euro weniger Wareneinsatz ist ein Euro mehr Gewinn – ohne einen einzigen zusätzlichen Verkauf.

Hier sind 6 einfache, realistische Ansätze, mit denen du deinen Wareneinsatz spürbar verbessern kannst.

1. Günstigere Produkte einsetzen – ohne Qualitätsverlust

Günstiger heißt nicht automatisch schlechter.

Gerade bei:

  • Grundzutaten
  • Gewürzen
  • haltbaren Produkten

stecken hinter No-Name-Labels oder Handelsmarken häufig dieselben Hersteller wie hinter bekannten Marken.

Wichtig ist nicht das Label, sondern:

  • Zutatenliste
  • Herkunft
  • gleichbleibende Qualität

Teste Alternativen bewusst – und nicht aus Gewohnheit immer dieselbe Marke.

2. Lieferanten regelmäßig hinterfragen

Bequemlichkeit ist einer der teuersten Kostenfaktoren.

Nur weil du "schon immer" bei einem bestimmten Händler einkaufst, heißt das nicht, dass er der günstigste oder der passendste ist.

Mögliche Alternativen:

  • anderer Großhandel
  • Direktbezug vom Hersteller
  • regionale Lieferanten
  • Kombination aus mehreren Bezugsquellen

Schon kleine Preisunterschiede machen sich bei regelmäßigem Einkauf deutlich bemerkbar.

3. Sonderkonditionen aktiv verhandeln

Viele Großhändler sind verhandlungsbereit – aber nur, wenn du es auch ansprichst.

Wenn du:

  • regelmäßig einkaufst
  • planbare Mengen abnimmst

kannst du:

  • bessere Preise
  • Rabatte
  • oder Staffelpreise

verhandeln.

Wartest du darauf, dass dir jemand von sich aus bessere Konditionen anbietet, wartest du meist vergeblich.

4. Größere Mengen einkaufen – aber richtig

Wenn du Lagermöglichkeiten hast, ist das ein echter Vorteil.

Grundregel: Lieber einmal sinnvoll groß einkaufen als zehnmal klein.

Das gilt vor allem für haltbare Ware wie:

  • Reis
  • Nudeln
  • Currypasten
  • Kokosmilch
  • Konserven

Aber Vorsicht:

Größere Packung ≠ automatisch günstiger

Achte immer auf den Grundpreis (€/kg, €/l). 

Krumme Verpackungsgrößen (z. B. 454 g) sind kein Zufall.

5. Angebote gezielt nutzen – nicht planlos

Angebote lohnen sich dann, wenn:

  • die Ware haltbar ist
  • du sie regelmäßig brauchst
  • du Lagerplatz hast

Nicht sinnvoll ist:

  • spontan einkaufen, nur weil etwas "billig" ist
  • Produkte kaufen, die nicht zu deinem Kernangebot passen
  • Angebote sind ein Werkzeug – kein Selbstzweck.

6. Weiterverwendbarkeit mitdenken

Ein oft unterschätzter Punkt: Wie flexibel ist deine eingesetzte Ware?

Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Lassen sich vorbereitete Komponenten mehrfach einsetzen?
  • Können Reste sinnvoll weiterverarbeitet werden?
  • Gibt es Zutaten, die mehrere Gerichte abdecken?

Wenn Qualität und Hygiene nicht leiden, entstehen hier enorme Einsparpotenziale – ohne dass der Gast es negativ wahrnimmt.

Fazit

Wareneinsatz zu optimieren heißt nicht:

  • billiger einkaufen um jeden Preis
  • Qualität opfern
  • an der falschen Stelle sparen

Sondern: bewusster einkaufen, besser kalkulieren und Strukturen hinterfragen

Kleine Anpassungen wirken hier oft stärker als große Umsatzfantasien.

Ein guter Wareneinsatz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen

Im Food-Truck-Workbook lernst du, wie du Wareneinsatz, Kalkulation und Angebot sauber aufeinander abstimmst – damit am Ende nicht nur Umsatz, sondern auch Gewinn bleibt.

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